Urlaub in Perth

Perth: 08.12.2010 – 11.01.2011

Auf ein Neues hiess es am 08.12.2010 um Mitternacht. Mit all den uns bereits bekannten Gesichtern vom Vorabend sassen wir wieder am Gate. Aber auch diesmal machten sie es spannend. Zu Erst fehlte das Catering, als nächstes hatte der Drogenhund seine Arbeit im Flugzeug noch nicht erledigt und last but not least fehlte das Wichtigste: Die Piloten. Aber nachdem alles gefunden bzw. nichts gefunden wurde, konnte unsere Reise durch die Luft starten. Den grossen Sprung über den Ozean durften wir dann tatsächlich in der Waagerechten verbringen. Entspannender kann man nicht fliegen.

Am 10.12. landeten wir in Perth.  Ja, Ihr habt richtig gelesen, erst zwei Tage später. Dies liegt daran, dass wir über die berühmte Datumsgrenze geflogen sind. Wir konnten gar nicht so schnell schauen, wie der 09.12. an uns vorbei düste. Anders gesagt, eigentlich existierte er für uns gar nicht. Wir sind also einen Tag jünger als alle anderen auf dieser Welt.

Am Flughafen nahmen uns unsere australischen Freunde Gemma und Ian in Empfang. Die Wiedersehensfreude war gross und für uns begann nun ein Urlaub all inklusive. Die beiden verwöhnten uns von oben bis unten. Auch die Sonne gab ihr bestes und strahlte vom Himmel. Gemeinsam mit ihnen erkundeten wir Perth und die Umgebung. Bereits im Vorfeld hatten wir von der atemberaubenden Tierwelt in Australien gehört. Das uns aber Loris in der Stadt um die Ohren fliegen und eine Gruppe Rabenkakadus ihr Frühstück gleich in dem Baum neben unserem Schlafzimmerfenster einnehmen würden, hätten wir nicht gedacht. Auch unsere ersten Koalas und Kängurus durften wir beobachten. Schöner hätte uns Australien nicht empfangen können.

Leider trafen wir einen der letztgenannten Tierchen auch auf eine etwas unerfreuliche Art und Weise. Da wir uns den Sonnenuntergang im Nambung National Park genauer gesagt in der Pinnacles Desert, in der tausende eigentümliche Kalksteinsäulen, die wie Termitennester aussehen, gen Himmel ragen, nicht entgehen lassen wollten, traten wir unseren Rückweg erst bei Dunkelheit an. In der Ferne erkannte Ian ein Känguru, was auf dem Mittelstreifen in Sprungrichtung zur Gegenfahrbahn sass. Im Schritttempo schlichen wir an dem süssen Kerl vorbei. Die eine Autohälfte hatte es auch bereits geschafft. Doch plötzlich drehte er sich um und sprang mit einem grossen Knall direkt in unsere Seite. Auf einmal waren alle wieder hell wach, und die Suche nach dem Känguru begann. Allerdings konnten wir es nirgendwo finden. Wir hofften, dass der Aufprall auf Grund unseres Schneckentempos dem Tier keine grösseren Blessuren verursacht hatte und auch der Wagen wies nur kleinere Unebenheiten auf. Nach diesem Schreck starrten jedoch für den Rest des Heimwegs vier Augenpaare auf die Strasse. Tatsächlich bekamen wir noch 3 weitere zu Gesicht, jedoch zum Glück nicht zu spüren.

Unsere Weihnachten verbrachten wir ganz australisch am weissen Strand bei über 40 Grad. Das war aber auch das einzige, was man bei der trockenen Hitze machen konnte.  Während unsere Heimat im Schnee versank, erlebten wir wahrscheinlich unsere heissesten Feiertage. Am 30.12. nahmen wir dann unseren 5. Besuch auf unserer Reise um die Welt in Empfang: Silvia und José mit ihrem Töchterchen Lorena, welche in einem Wohnmobile nach Sydney reisen wollten. Zu siebt liessen wir ein abenteuerliches Jahr ausklingen. Wie viele andere strömten wir natürlich in die Innenstadt auf der Suche nach dem Feuerwerk, was gar nicht so einfach war. Denn selbst die Polizei war sich nicht sicher, ob überhaupt eins organisiert wurde. Hierzu muss gesagt werden, dass private Feuerwerke in Australien grundsätzlich verboten sind. Hinzukommt, dass sich die Stadt Perth eher auf den Australia Day am 26.01. konzentriert. Schlussendlich fanden wir das Gewünschte, der Sekt zum Anstossen musste jedoch heimlich getrunken werden, denn Alkohol in der Öffentlichkeit kann teuer werden. Anderes Land andere Sitten.

Dann kam der grosse Abschied, denn Nisto war wie geplant am Anfang der ersten Januarwoche in Melbourne eingetroffen. Als erstes machte sich Markus auf die Socken. Da wir zwar damit rechneten, dass wir Nisto bereits zum Wochenende ausgelöst haben würden, konnten wir die Übernachtungskosten so natürlich geringer halten. Aber es kam alles anders. Customs schien sich partout nicht von unserem Container trennen zu können. Die Warterei begann und dauerte eine Woche. Pünktlich zur Ankunft von Sonja in Melbourne, stand der Termin für die Containeröffnung am nächsten Tag fest. Ob sich unsere sechstägige Putz- und Sprühaktion gelohnt hat, dann im nächsten Bericht.

See ya

Markus und Sonja

Nachtrag:

Hiermit möchten wir noch einmal ein riesiges Danke schön an unsere Freunde Gemma und Ian los werden. Wir hatten eine wunderschöne Zeit bei Euch. Der Monat ging viel zu schnell vorbei, aber wir sehen uns ja bestimmt noch einmal in Australien.  

 

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