S’Stiefeli …

Italien: 02. - 06.06.2012

Als wir am nächsten Morgen erwachten, waren wir umgeben von Wasser. Dies würde für die nächsten drei Tage so bleiben. Was sollten wir also mit uns anfangen? Für einige Stunden des Tages nahm uns der Koch der Grande Mediterraneo, so hiess unser italienischer Frachter, die Entscheidung ab. Dann gabs nämlich Essen. Mittags und abends präsentierte er uns ein italienisches 4-Gänge-Menü. Mit Blick auf die Dürreperiode in den letzten Monaten genau das Richtige. Den Rest des Tages verbrachten wir, nach dem wir bereits das ganze Schiff erkundet hatten, mit faulenzen, lesen und schlafen.

Aber bereits am zweiten Tag wurde unser Tagesprogramm komplett auf den Kopf gestellt. Plötzlich hiess es Land in Sicht. Wir schipperten vorbei an Kreta. Natürlich wollten wir uns dieses Spektakel nicht entgehen lassen. Also gingen wir an Deck und liessen die Augen über unseren ersten Europäischen Zipfel Erde nach über drei Jahren schweifen. So schnell wie er gekommen war, so schnell war er allerdings auch wieder verschwunden, und wir kehrten zu unserer Routine zurück.

Am 02.06. um 6 Uhr war es dann soweit. Wir hatten Salerno, Italien, erreicht und drei Stunden später entliess man uns aufs Europäische Festland. Natürlich nicht, bevor die italienische Polizei uns gefragt hatte, ob wir Alkohol oder Zigaretten dabei hätten. Das war anscheinend ihre einzige Sorge. Wir konnten sie beruhigen.

Unser erstes Ziel hiess Pompei. Diese Stadt südlich von Neapel wurde bei dem Ausbruch des Vesuvs am 24. August 79  n. Chr. durch mehreren riesige Aschewolken vergraben, dabei weitgehend konserviert und im Laufe der Zeit vergessen. In der Zwischenzeit gehört sie zu einer der am besten erhaltenen antiken Stadtruinen. Bei herrlichem Sonnenschein liefen wir durch enge Gassen und warfen hier und da immer wieder einen Blick in die teilweise gut erhaltenen Gebäude. Etwas enttäuscht waren wie jedoch schon, denn viele Plätze hatte man wegen Restaurationsarbeiten abgesperrt.

Natürlich wollten wir auch Rom einen Besuch abstatten. Da wir beide bereits vor Jahren schon einmal dort waren, hatten wir uns gegen das Touriprogramm entschieden und schlenderten gemütlich durch die malerischen Strassen. Natürlich nahmen wir hier und da die eine oder andere Sehenswürdigkeit mit, wenn sie schon mal in den Weg sprang. Jedoch nur um einige Minuten später wieder in einem Cafe zu sitzen, einen Cappuccino zu trinken oder eine feine Pizza zu verputzen. Und da bekanntlich alle guten Dinge drei sind, machten wir noch einen kurzen Abstecher in die Stadt Pisa, um uns, mit einem herrlichen italienischen Eis auf der Faust, davon zu überzeugen, dass der schiefe Turm auch wirklich noch steht.

Langsam und gemächlich kamen wir der Schweizer Grenze immer näher und am 06.06. standen wir dann leibhaftig vor unseren Eidgenossen. Wie sie uns empfangen haben, dann im letzten Reisebericht.

Regnerische Grüsse vom Lago Maggiore

Markus und Sonja

 

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