Viel zu wenig Zeit

El Salvador: 23. - 26.12.2009

El Salvador das kleinste Land Central Amerikas stand eigentlich nicht auf unserer Reiseroute, aber so schnell können sich Dinge ändern. Wir waren gespannt, was uns erwartete, denn erst 1992 fand der  12 Jahre dauernde Bürgerkrieg ein Ende.

Auch hier hatten wir die Grenze in gut einer Stunde überquert und machten uns über die Ruta de las Floras in Richtung Parque Nacional Los Volcanes, wo wir den aktiven Vulkan Izalco besteigen wollten. Die Nacht verbrachten wir knapp unterhalb des Kraterrandes des Vulkanes Santa Ana auf einer Wiese mit einigen Kühen, bevor wir am frühen Morgen in Richtung Parkeingang steuerten. Zu unserer Enttäuschung sagte man uns, dass die Wanderung aus Sicherheitsgründen nur in Begleitung eines Polizisten erfolgen darf und dieser erst um 11 Uhr loslaufen würde. Also hiess es warten. Wir genossen die Aussicht bis Wolken aufzogen. Kurz vor der Startzeit teilte man uns dann mit, dass keine Besteigung auf Grund der schlechten Sicht möglich war. Also dackelten wir unverrichteter Dinge wieder ab auf der Suche nach einem anderen feinen Plätzchen für den Heiligen Abend, welchen wir dank der Hilfe von Einheimischen auch fanden.

Während wir mit den „Parkrangern“ am Eingang zum Aussichtpunkt des Vulkan San Salvador über einen Übernachtungsplatz redeten, stiess eine junge Frau hinzu und bot uns an auf ihrem Grundstück zu campieren. Ohne lange zu überlegen, stimmten wir zu. Allerdings mussten wir feststellen, dass wir nicht mit unserem Nisto auf ihr Grundstück kommen würden. Aber sie zauberte eine andere Möglichkeit hervor und brachte uns zum Kraterrand des Vulkanes, wo wir neben der Fernsehsendestation unser Zelt aufschlugen. Der dortige Mitarbeiter bot uns Waschwasser aus seinem Brunnen und sogar frisches Trinkwasser an. Wenn auch nicht das romantischste Plätzchen für Heilig Abend, aber bei einer Flasche Rotwein und einem gemütlichen Spielchen Carcassonne genossen wir unseren Abend in vollen Zügen.

Am nächsten Morgen machten wir uns auf nach San Salvador um kurz unsere Mails abzufragen. Was wir dort lasen, stimmte uns nicht begeistert. Gem. Agency lief das letzte Containerschiff von Panama nach Argentinien am 12.01. aus. Keine Rede mehr von wöchentlichen Abfahrten. Das bedeutete, wir müssten spätestens am 08.01. in Panama City sein um den Bürokram rechtzeitig zu erledigen. Mit zwei weinenden Augen entschieden wir die sofortige Weiterfahrt zur Grenze. Wir hatten keine Ahnung, wie die Strassenverhältnisse weiter südlich aussahen und wollten wenigstens noch in Costa Rica die eine oder andere Sehenswürdigkeit auf die wir uns so sehr gefreut hatten mitnehmen. Dafür mussten wir all diesen lieben und hilfsbereiten Salvadorianern den Rücken kehren, was uns nicht leicht viel. Gerne hätten wir intensiver mit ihnen gesprochen über die Zeit während des Bürgerkrieges, über ihre Geschichte, denn es ist einfach nicht das gleiche ob man dieses von jemandem, der den Krieg in Theorie „studiert“ hat, oder jemandem der in erlebt hat, hört.

Bereits am 2. Weihnachtstag (Stephanstag) passierten wir die Grenze zu Honduras wieder in Rekordzeit von 2 Stunden, wenn wir uns mit anderen Reisenden verglichen. Was wir in den zwei Tagen in diesem Land erlebten im Honduras Bericht.

Liebe Grüsse

Markus und Sonja

 

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