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Schweizer Sozialversicherungssystem

Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenversicherung (AHV/IV) - I. Säule
Da wir uns in der Schweiz nicht abmelden werden, bleibt die AHV/IV für uns obligatorisch. Da sie den Grundpfeiler unseres persönlichen Versicherungsschutzes bildet, stand Sie jedoch auch ohne Obligatorium auf unserer Liste „definitiv weiterführen“.
Um später eine volle Rente ausgezahlt zu bekommen, dürfen keine Beitragslücken vorhanden sein. Eine Kürzung kann schnell mal 20 % ausmachen. Es reicht jedoch die Einzahlung eines jährlichen Mindestbeitrages von CHF 445.00 (Stand: 01.01.08), um dies nicht in Kauf nehmen zu müssen.

Beruflich Vorsorge (BVG, Pensionskasse) – II. Säule
Da wir unsere Arbeitsstellen gekündigt haben, sind wir nach Erwerbsaufgabe nicht mehr der beruflichen Vorsorge unterstellt. Eine fest eingeplante Rückkehr ändert an dieser Tatsache nichts. Nach Austreten aus der Vorsorgeeinrichtung ist man noch 30 Tage gegen Invalidität und Tod versichert. Allerdings besteht wohl bei einigen Pensionskassen, wenn ihr Reglement dies vorsieht, die Möglichkeit auch während des Auslandsaufenthalts freiwillig einzuzahlen. Dies hat zum Vorteil, dass keine Lücke entsteht, das Alterskapital weiter angespart wird und man gegen Invalidität oder Tod versichert ist. Man sollte sich jedoch bewusst sein, dass nun der gesamte Pensionskassenbeitrag - Anteil von Arbeitnehmer und Arbeitgeber – geleistet werden muss. Da wir unser Budget nicht mit unnötig hohen Pensionskassenbeträgen belasten wollen, werden wir auf diese Variante verzichten.
Die so in der zweiten Säule entstehende Lücke hat keine tragischen Konsequenzen. Bei Wiederaufnahme einer Erwerbstätigkeit kann diese durch Einkauf in die Pensionskasse bis zum maximal möglichen Betrag jederzeit wieder geschlossen werden.
Das in den Jahren der Erwerbstätigkeit angesparte Kapital kann leider nicht als Finanzspritze für die Reise in bar bezogen werden, sondern ist auf einem Freizügigkeitskonto oder einer Freizügigkeitspolice zu parken. Hier gibt es einige Vor- und Nachteile, die abzuwägen sind.

Freiwilliges Bank- und Versicherungssparen – III. Säule
Da wir in diesem Bereich bisher noch keine Vorsorge getroffen haben, können wir den Punkt als erledigt abharken. Für alle anderen: Versicherungsgesellschaft kontaktieren und Möglichkeiten abklären. Wenn man auf das Geld verzichten kann, ist eine Kündigung selten die beste Variante.

Arbeitslosenversicherung (ALV)
Mit Aufgabe unserer Erwerbstätigkeit endet auch die Beitragspflicht bei der Arbeitslosenversicherung. Eine Abmeldung bei der Versicherung ist nicht nötig. Möglichkeiten den Versicherungsschutz weiterhin aufrechtzuerhalten gibt es nicht.
Grundsätzlich hat jeder bei Rückkehr nach einem Auslandsaufenthalt Anspruch auf die Leistungen aus der Arbeitslosenversicherung. Allerdings sind einige Voraussetzungen daran gekoppelt. Die meisten können wir erfüllen, aber eine volle Beitragszeit werden wir nicht aufweisen können (Volle Beitragszeit: innerhalb der letzten zwei Jahre, während mindestens 12 Monate in der Schweiz arbeiten und Beiträge zahlen). Da wir zwei Jahre unterwegs sind und in der Zeit keine Einzahlungen tätigen werden, haben wir keinen Anspruch auf Taggeld nach unserer Rückkehr. Jetzt könnte man auf die Idee kommen, sich direkt nach Kündigung arbeitslos zu melden und das Taggeld während der Reise als zusätzliche Finanzspritze zu verwenden. Diesem Vorgehen hat der Gesetzgeber jedoch einen Riegel vorgeschoben: Taggelder werden grundsätzlich nicht ins Ausland ausgezahlt und nicht an Reisende, die sich für eine längere Zeit im Ausland aufhalten. Dies ist schon auf Grund der Kontrollpflichten nicht möglich. Es existieren Ausnahmefälle, die auf uns allerdings nicht zutreffen. Da wir uns jedoch mit Blick auf unser Alter sowie vorhandener Aus- und Weiterbildung als „auf dem Arbeitsmarkt sehr gebrauchbar“ einstufen, sehen wir kein Risiko, nach unserem zweijährigen Auslandsaufenthalt eine neue Arbeitsstelle zu finden.

Gesetzliche Unfallversicherung (UVG)
Wie bei der beruflichen Vorsorge sind wir noch 30 Tage über das Kündigungsdatum unfallversichert. Eine Verlängerung der Nichtberufsunfallversicherung um weitere 180 Tage kann durch eine Abredeversicherung erfolgen. Dies ergibt zusätzliche 210 versicherte Tage. Danach muss man sich eine neue Versicherung suchen, meistens bei der Krankenkasse. Anzumerken ist, dass diese lediglich die Heilungs- und Behandlungskosten übernehmen. Anspruch auf Taggelder, Renten und Integritätsentschädigung bestehen nicht. Eine weitere jedoch teurere Möglichkeit ist der Abschluss einer Einzelunfallversicherung. Da wir unser Budget nicht allzu sehr strapazieren wollen,  und wir letztgenanntes nicht für nötig halten, werden wir uns langfristig für die Unfallversicherung bei der Krankenkasse entscheiden.

Obligatorische Krankenversicherung
Da wir in der Schweiz angemeldet bleiben, ist für uns die Grundversicherung obligatorisch. Die Leistungen bei einem Aufenthalt im Ausland sind im KVG geregelt. Die Grundversicherung übernimmt notfallmässige Behandlungen beim Arzt (ambulant) und im Spital sowie ärztlich verordnete Medikamente und Analysen. Allerdings nur so lange ein  Rücktransport in die Schweiz zumutbar ist und lediglich bis zum doppelten Betrag des Tarifs unseres Wohnkantons. Letzteres reicht in einigen Ländern, die wir bereisen werden, jedoch nicht aus (USA, Neuseeland, etc.). Dort können die Behandlungen schnell mal ein Vielfaches betragen. Daher empfiehlt sich eine Zusatzversicherung. Dies gilt auch für medizinisch notwendige Krankentransporte, da diese über die Grundversicherung nur sehr schlecht gedeckt sind (siehe auch Reiseversicherung). Nach einiger Nachforschungsarbeit haben wir uns für die Grundversicherung bei der CSS entschieden.

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