Einmal von Süden nach Norden bitte

Paraguay: 23. – 25.06.2010

Wir hatten gehofft, dass der Grenzgang von Brasilien nach Paraguay auch mehr oder weniger im Sitzen abläuft, aber dem war nicht so. Auch wenn die Brücke zwischen den beiden Ländern Freundschaftsbrücke heisst: Dies gilt nur für einen Tag. So lange darf man ohne bei den Beamten vorbei zu schauen, in der Stadt Ciudad del Este direkt an der Grenze bleiben. Bei längeren Aufenthalten muss man sich jedoch einen Stempel abholen.

Während also alle Leute an uns vorbei düsten, organisierten wir erst unseren Ausreisestempel und dann den entsprechenden Einreisestempel. Als wir die Grenze passierten, kamen Erinnerungen an Zentralamerika auf. Die Leute winkten mal wieder wie wild mit ihren Armen. Nicht aber um bei den Einreiseformalitäten zu helfen, die waren genauso einfach wie in ganz Südamerika bisher.Nein, um uns in eine Parklücke einzuweisen. Ausländer kommen nämlich in diese Stadt um günstig elektronische Ware einzukaufen. Auch wenn wir zigmal mit dem Kopf schüttelten, sie rannten vor uns her, winkten, nur um dann feststellen zu müssen, dass wir doch an ihrer Parklücke vorbeifuhren. Sorry Leute, aber wir wollten nur noch raus aus diesem Chaos. Schnell noch bei DHL vorbei und das aus der Heimat auf uns wartende Päckchen abgeholt und schon düsten wir in Richtung Norden.

Allerdings wollten wir dann doch nicht einfach nur so durchfahren. Leider gabs auf unserer Route nicht viel zu sehen, mit Ausnahme der kleinen deutschen Siedlung Ciudad de Independencia, welche wir uns natürlich nicht entgehen liessen. Wir wurden aber „enttäuscht“. Lediglich die Strassennamen erinnerten an good old Germany.

So setzten wir unsere Reise gen Norden zügig fort. Auf diesem Weg lernten wir die für uns grösste Stadt der Welt kennen. Immer wenn wir dachten, jetzt haben wir die letzte Häuseransammlung hinter uns gelassen, tauchten direkt neben der Strasse wieder Neue auf. Mal wieder nichts für Wildcampierer. Es war schon dunkel, als wir eine Tankstelle fanden, wo wir unseren Nisto aufschlugen. Mit Ausschlafen war allerdings nichts, ganz im Gegenteil. Bereits mitten in der Nacht fingen die Hähne auf dem Nachbargrundstück an ihre Stimmen zu ölen. Am Morgen waren sie dann heiser, und wir immer noch Hunde müde.

Bereits am frühen Nachmittag erreichten wir Pedro Juan Caballero, wo wir noch schnell unseren Kühlschrank und den Tank günstig füllten und machten uns auf die Suche nach dem Grenzposten. Was wiederum gar nicht so einfach war. Ehe wir uns versahen, waren wir in Brasilien mitten in einer Wohnsiedlung. Dies konnte man ausschliesslich an den Nummernschildern der Autos erkennen. Nach einigem hin und her fahren, hatten wir die Grenze jedoch ausfindig gemacht. Ein grosser Grünstreifen trennt die beiden Städte Pedro Juan Caballero und Ponta Pora. Und eine Stunde später waren wir stolze Besitzer zweier weiterer Stempel.

Jetzt hiess es auf ins Pantanal. Was uns dort so über den Weg gelaufen ist, dann im nächsten Bericht.

Winke, winke von der Transpantaneira.

Markus und Sonja

 

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